Neuigkeiten zur Aufstiegsreform: Zwei Modelle, eine Entscheidung

April 7, 2026
  |  Autor: 
Torben

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TSV Havelse vs. Lok Leispzig Aufstiegsspiel Saison 2024/2025
Der TSV Havelse konnte das letzte Aufstiegsspiel für sich entscheiden.


Im Dezember 2025 haben wir über die Initiative "Aufstiegsreform 2025" berichtet und die Forderung nach einem gerechteren Aufstiegssystem aus den Regionalligen analysiert. Nun hat die DFB-Arbeitsgruppe ihre Arbeit abgeschlossen und zwei konkrete Modelle vorgelegt. In diesem Artikel fassen wir die neuesten Entwicklungen zusammen.

Link: Blog Post zur Aufstiegsreform

Das Wichtigste in Kürze

Die AG Regionalliga-Reform hat am 25. März 2026 ihre fünfte und letzte Sitzung abgehalten. Das Ergebnis: Die Arbeitsgruppe spricht sich einstimmig für eine viergleisige Regionalliga aus. Alle vier Meister sollen künftig direkt in die 3. Liga aufsteigen. Keine Relegation mehr. Keine Rotation mehr. Sportlicher Erfolg wird belohnt.

Allerdings gibt es zwei unterschiedliche Vorschläge, wie diese viergleisige Struktur aussehen soll. Die Entscheidung zwischen diesen Modellen wird nun die Präsidentenkonferenz des DFB treffen. Bei entsprechendem Beschluss könnte die Reform ab der Saison 2028/2029 greifen. Die Qualifikationssaison wäre dann 2027/2028.

Die Initiative wächst weiter

Seit unserem letzten Bericht hat die Initiative "Aufstiegsreform 2025" deutlich an Unterstützung gewonnen. Waren es im Dezember noch 57 Vereine, sind es jetzt 70 Klubs aus ganz Deutschland, die sich hinter die Forderung "Meister müssen aufsteigen" stellen. Die Bewegung umfasst Vereine von der Bundesliga bis zur Oberliga.

Prominente Namen wie Union Berlin, Schalke 04, der 1. FC Magdeburg, Hansa Rostock, der SV Meppen und viele weitere Traditionsvereine tragen die Initiative mit. Auch Fan-Umfragen zeigen ein klares Bild: Mehr als 80 Prozent der Befragten einer Kicker-Umfrage sprachen sich für eine Reform des Aufstiegssystems aus.

Modell 1: Das Kompass-Modell

Das erste Modell trägt den Namen "Kompass-Modell" und wird von der Initiative "Aufstiegsreform 2025" unterstützt. Es sieht eine grundlegende Neuordnung der Regionalligen vor.

Die Kernidee: Statt fünf starrer Regionalligen nach Verbandsgebieten gibt es vier flexible Staffeln (Nord, Ost, West, Süd). Die Zusammensetzung dieser Staffeln wird vor jeder Saison neu berechnet. Grundlage ist die geografische Lage der teilnehmenden Vereine. Eine Software (häufig als KI bezeichnet) optimiert die Einteilung so, dass die Fahrtstrecken für alle Vereine möglichst kurz bleiben.

Das bedeutet: Nach jeder Saison können sich die Staffeln verändern. Ein Aufsteiger aus den Oberligen oder ein Absteiger aus der 3. Liga kann dazu führen, dass einzelne Vereine in eine andere Staffel wechseln. Für Vereine in zentraler Lage wie Hessen könnte das bedeuten, dass sie je nach Konstellation mal in der West-Staffel und mal in der Ost-Staffel spielen.

Vorteile des Kompass-Modells:

Alle Regionalligen leisten einen Beitrag zur Reform. Keine Staffel bleibt unverändert, keine wird einseitig belastet. Die Fahrtstrecken werden durch die algorithmische Optimierung insgesamt reduziert. Zudem entstehen durch wechselnde Gegner neue sportliche Reize.

Franz Gerber, Geschäftsführer von Rot-Weiß Erfurt, bringt es auf den Punkt: Das Kompass-Modell sei zu 95 Prozent gerecht. Eine Lösung, die alle zu 100 Prozent zufriedenstellt, werde es nie geben.

Kritik am Kompass-Modell:

Einige Vereine und Funktionäre sehen die jährlich wechselnden Staffelzusammensetzungen kritisch. Der FSV Frankfurt bezeichnete das Modell als "Kunstprodukt" und sieht Hürden bei der Vermarktung und Spieldurchführung. Da Hessen geografisch in der Mitte Deutschlands liegt, wären hessische Vereine besonders von Staffelwechseln betroffen.Auch Vereine in Randlagen wie Weiche Flensburg könnten am Ende höhere Fahrtkosten haben, weil sie in einer größeren Nord-Staffel weiter reisen müssten als heute.

Modell 2: Das Regionen-Modell

FV Illertissen vs. 1860 München Toto Pokal 2025/2026
In Bayern werden sich wahrscheinlich Änderungen ergeben.

Das zweite Modell ist konservativer und verändert vor allem die drei Staffeln Nord, Nordost und Bayern. Diese würden zu zwei neuen Staffeln zusammengelegt. Die Regionalligen West und Südwest blieben in ihrer aktuellen Form bestehen.

Vorteile des Regionen-Modells:

West und Südwest müssten sich nicht umstellen. Die Strukturen dort bleiben erhalten. Für Vereine in diesen Regionen bedeutet das Kontinuität bei Gegnern, Vermarktung und organisatorischen Abläufen.

Kritik am Regionen-Modell:

Die Initiative "Aufstiegsreform 2025" lehnt dieses Modell strikt ab. Der Hauptkritikpunkt: Es würde ausgerechnet die Regionalliga Nordost zerschlagen, die aktuell als zuschauerstärkste und wirtschaftlich erfolgreichste Staffel im deutschen Viertliga-Fußball gilt.

Tommy Haeder, Sprecher der Initiative, kritisiert: "Ein solcher Eingriff wäre strukturell rückwärtsgewandt, sportlich fragwürdig und gesellschaftlich wie politisch kaum vermittelbar, weil er mit dem Fußball-Osten erneut eine Region hart treffen würde."

Zudem verschiebe das Regionen-Modell die Last der Reform einseitig auf die Staffeln Nord, Nordost und Bayern, während West und Südwest keine Veränderungsbereitschaft zeigen müssten. Genau diese Ungleichbehandlung war der Ursprung des Konflikts.

Der Konflikt zwischen Vereinen und Verbänden

Hinter den Kulissen zeichnet sich ein Konflikt ab. Auf der einen Seite stehen die Vereine: Eine klare Mehrheit der Klubs unterstützt das Kompass-Modell. Auf der anderen Seite stehen einige Verbandspräsidenten, die ihre bestehenden Strukturen verteidigen.

Peter Frymuth, Präsident des Westdeutschen Fußball-Verbandes und DFB-Vizepräsident, hält sich bedeckt. Der WDFV spreche sich für eine viergleisige Regionalliga aus, schließe aber keinen Lösungsansatz aus. Ob der Westen bereit ist, eigene Veränderungen mitzutragen, bleibt offen.

Auch der Bayerische Fußball-Verband unter Präsident Dr. Christoph Kern sträubt sich gegen das Kompass-Modell. Allerdings wächst dort der Druck von den Vereinen. Felix Magath, Sportvorstand von Viktoria Aschaffenburg, kritisierte die aktuelle Situation als "nicht tragbar" und nannte eine Änderung der Regelung "überfällig". Daniel Meyer, Sportdirektor des Halleschen FC, hat die Blockadehaltung einzelner Verbandspräsidenten öffentlich scharf kritisiert.

Die nächsten Schritte

FV Illertissen vs. 1860 München Toto Pokal 2025/2026
Auch Vereinbarungen mit Sponsoren würden durch die Änderungen beeinflusst werden.

Die DFB-Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit abgeschlossen. Dr. Michael Vesper, der Vorsitzende der AG, fasste zusammen: "Die Diskussionen waren intensiv und nicht einfach, aber immer konstruktiv. Wir wollten konkrete Lösungsvorschläge vorlegen, mit denen die zuständigen Gremien der Verbände arbeiten und umgehen können."

Im nächsten Schritt werden die Regionalliga-Träger ein Meinungsbild unter den Vereinen einholen. Die Klubs sollen zu beiden Modellen Stellung nehmen. Auf dieser Grundlage trifft dann die Präsidentenkonferenz des DFB die finale Entscheidung.

Die Initiative "Aufstiegsreform 2025" hat bereits angekündigt, sich geschlossen und mit Nachdruck für das Kompass-Modell einzusetzen. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die Vereine ihre Position gegen die Bedenken einzelner Verbandspräsidenten durchsetzen können.

Was bedeutet das für Vereine?

Unabhängig davon, welches Modell am Ende beschlossen wird: Die Kernforderung "Meister müssen aufsteigen" wird erfüllt. Ab der Saison 2028/2029 werden voraussichtlich alle vier Regionalliga-Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen. Gleichzeitig müssen sich Vereine auf mögliche Veränderungen bei Gegnern und Staffelzugehörigkeit einstellen, falls das Kompass-Modell kommt. Das betrifft Vermarktung, Auswärtsfahrten und die Planung von Derbys. Vereine in zentralen Lagen wie Hessen, Thüringen oder Nordbayern könnten häufiger die Staffel wechseln als Vereine in den Randgebieten.

Fazit: Eine historische Reform steht bevor

Nach 14 Jahren Streit um die Aufstiegsregelung steht der deutsche Fußball vor einer historischen Entscheidung. Zum ersten Mal gibt es konkrete, beschlussfähige Vorschläge für eine Reform. Die Arbeitsgruppe hat geliefert. Jetzt liegt es an den Gremien, eine Entscheidung zu treffen.

Die Initiative "Aufstiegsreform 2025" hat in etwas mehr als einem Jahr erreicht, was vorher unmöglich schien: Das Thema ist auf der höchsten DFB-Ebene angekommen. 70 Vereine stehen geschlossen hinter der Forderung. Fan-Umfragen zeigen breite Zustimmung. Prominente Fürsprecher wie Lothar Matthäus und Felix Magath machen Druck. Ob am Ende das innovative Kompass-Modell oder das konservativere Regionen-Modell kommt, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten entscheiden.